Basisdiskurs Religion XVII >>>mehr

Ich war im Zweifel, ob ich die folgenden Gedanken noch einmal als Diskussion zu meinem vorletzten Post bringen sollte. Allerdings sieht es so aus, als ob dieser Themenkomplex doch noch nicht abgearbeitet ist. Deshalb unternehme ich den Versuch, das „Experiversum“ noch einmal schärfer in den Blick zu nehmen.

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Da ich mir

(a) vorgenommen habe, jede Woche 2 Posts zu veröffentlichen und ich

(b) diese Woche meine spärlichen Zeitreserven schon an die sehr anspruchsvolle Diskussion des letzten Posts verfeuert habe und ich

(c) sowieso vorhatte, den folgenden Text hier irgend wann einmal zu posten, mache ich das jetzt

Er stammt aus dem großen Werk des taoistischen Philosophen Dschuang Dsi (hier der Wikipedia-Eintrag) „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“. Ohne Zweifel eines der tiefsten Texte, die je geschrieben wurden.

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Basisdiskurs Religion XVI >>>mehr

Diese Frage wurde mir einmal in einer hitzigen Diskussion nach einem meiner Posts auf dem ausgezeichneten Blog von Michael Blume gestellt. Ich konnte sie in dem damaligen Rahmen nicht wirklich grundlegend beantworten (letztlich habe ich argumentiert, dass sie falsch gestellt ist).

Für mein wissenschaftstheoretisch geschultes und promoviertes Gehirn habe ich diese Antwort in meinen letzten Beiträgen bereits gegeben. Allerdings habe ich in den Diskussionen gemerkt, dass es sich lohnt, diese Betrachtungen noch einmal zusammenzufassen und zu schärfen. Als Aufhänger nehme ich die Frage von damals, also: Kann ein allmächtiger Gott die Naturgesetze ändern?

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Basisdiskurs Religion XV >>>mehr

In der Diskussion zu meinem letzten Post (siehe hier) habe ich versprochen, mich noch einmal näher auf Gott, die Stochastik und ähnliche theoretische Fragen einzulassen. Ich habe aber das Gefühl, ich sollte erst einmal eine kleine Meditation dazwischen schieben darüber, was ich hier eigentlich mache.

Ein sehr kluger Leser meines Blogs hat mir den Tipp gegeben, meinen Hang zu anschaulichen Beispielen und Vergleichen etwas zu zügeln, da sie meist den Leser eher veriwirren als ihn aufzuklären. Trotzdem möchte ich jetzt erst einmal über den Frisbee reden.

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Basisdiskurs Religion XIV >>>mehr

Eigentlich wollte ich diesen Post mit einem schmissigen Zitat von Richard Dawkins eröffnen. Leider musste ich feststellen, dass ich erst im übernächsten Post soweit bin. Nun ja, bei einem Thema wie diesem kann man nicht immer alle drei Parameter bedienen, die ein Blog eigentlich aufweisen sollte: Gehalt, Verständlichkeit und Unterhaltsamkeit. Im Moment müssen alle drei ein bisschen bluten, vor allem aber die Unterhaltsamkeit; alles dauert ein bisschen länger als geplant.

In meinem letzten Post habe ich den Begriff des Experiversums eingeführt, mit dem ich das Gesamt der Erfahrungen eines Menschen bezeichne. Dies ist das Anwendungsgebiet für die Gottesaxiome. Ich habe das Experiversum beschrieben als einen im Tiefsten chaotischen und unübersichtlichen Ort, und zwar zunächst wegen der Lückenhaftigkeit unserer Sinneswahrnehmungen und der erratischen Art, wie unser Bewusstsein diese Eindrücke verarbeitet.

In diesem Post gehe ich einen Schritt weiter und zeige auf, dass die Unübersichtlichkeit unserer Lebenswelt sich zwingend aus den Erkenntnissen der Naturwissenschaft ergibt.

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Basisdiskurs Religion XIII >>>mehr

Ich bin gerade voller Hektik dabei, eine Reihe von Posts vorzubereiten, da ich in wenigen Stunden einen neuen Job antrete, der mich erst mal massiv in Beschlag nehmen wird. Deshalb habe ich aus Versehen zuerst den falschen Post veröffentlicht. Tut mir leid! Hier also erst mal der richtige:

Angenommen, ein Wissenschaftler würde einen Forschungsantrag stellen, der etwa so beginnen würde: “Ich will eine einheitliche naturwissenschaftliche Theorie erarbeiten, die eine riesige Menge von Meßdaten systematisiert.”

Und auf die Frage, woher diese Meßdaten stammen, würde er eine merkwürdige Antwort geben.

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Basisdiskurs Religion XII >>>mehr

In den vorangegangenen Posts habe ich aufgezeigt, dass Jesaias und Hiob die altjüdische Vorstellung von Gott zu einem Höhepunkt der Abstraktion vorangetrieben haben. Danach ist das eine hervorstechende Merkmal ihres Gottes die unbeschränkte Allmacht: Gutes und Böses, Licht und Finsternis, alles, was geschieht, entspringt dem Willen Gottes.

Dieses Modell möchte ich in zwei Schritten logisch, empirisch und naturwissenschaftlich präzisieren. Hier der erste davon, in dem es vor allem um das formale Gerüst geht. Ich fürchte, dass ich damit meinen Lesern einiges zumute, aber ich verspreche, dass es in den nächsten Posts deutlich leichter wird.

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Basisdiskurs Religion XI >>>mehr

Ich habe mich schon lange gewundert über die Selbstverständlichkeit, mit denen Gläubige und Atheisten das Wort “Gott” benutzen und offensichtlich kein Problem damit haben, dass es oftmals völlig Verschiedenes bezeichnet. Viele Christen finden z.B. nichts dabei, den Buddhisten einen “apersonalen Gott” anzudichten und gleichzeitig an dem altjüdischen Gottesbegriff festzuhalten, der nun einmal hundertprozentig und unmissverständlich personal ist.

Gerade angesichts der Auflösungstendenzen des Glaubens, der sogenannten “Gotteskrise”, müsste es doch die erste Strategie sein, zu den Quellen zurückzukehren, also den Texten des Alten Testaments, und sich von dort aus methodisch vorzuarbeiten. Stattdessen wird meist eine Strategie der Beliebigkeit gewählt, bei der “Gott” alles mögliche heißen kann. Verteidigt wird dies damit, dass Gott sowieso transzendent sei, in keine Schublade passe und somit jede Sorgfalt beim Gebrauch des Wortes “Gott” nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich sei. Nur scheinen sie trotzdem sicher zu sein, dass dieses “Gott” jeweils immer das Gleiche bezeichnet, egal ob personal oder apersonal. Woher stammt diese Sicherheit?

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