Zufällig ist mir der folgende, von den Medien unterdrückte Protest der Paiute-Indianer in die Finger gekommen:
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Basisdiskurs Religion XIX >>>mehr
Mit meiner Zwischenmeditation habe ichn eine Serie von Posts eröffnet, in denen ich die spirituelle Bedeutung des Monotheismus skizzieren will. Wie bereits ausgeführt, ist sein historischer und begrifflicher Kern die Vorstellung der starken Allmacht, also dass alles, was wir erleben, einem einzigen, unbegrenzt mächtigen Willen entspringt.
Zunächst sollte ich aber noch einmal genau bestimmen, wo ich stehe, worüber ich spreche, wenn ich hier dieses unsäglich vorbelastete Wort “Gott” verwende
Während meiner Grippe habe ich mich mal ausführlich über das aktuelle Fernsehangebot informiert. Dabei bin ich auch auf das „Nachtstudio“ des ZDF vom 17.06. gestoßen mit dem Titel “Auf der Suche nach der deutschen Seele”. Gäste waren vor allem Frau Thea Dorn, Schriftstellerin und Fernsehmoderatorin;, „vor allem“ deshalb, weil diese Dame gerne das Wort ergriff und auch ungern wieder hergab.
Ich lernte dabei eine Menge erstaunlicher Dinge, zunächst einmal über Deutschland, dann aber auch über Religion.
Basisdiskurs Religion Vorwort
Ich habe an diesem Post sehr lange gearbeitet (noch einmal länger wegen meinem im Moment sehr stressigen Broterwerb und einer Grippe). Ich ordne ihn ein unter dem Basiskurs Religion, aber nicht in die laufenden Beiträge, sondern als nachgeholtes Vorwort, als grundlegende Erklärung zu dem, was ich mit diesem Kurs bezwecke und vor allem, warum er notwendig ist. Diesem Beitrag A für den Anfang wird ein Beitrag B folgen, in dem ich erzähle, welche Rolle Basisdiskurs und Blog in meinem Leben spielt.
Ich arbeite im Moment nicht nur am Geldverdienen (übrigens eine hübsche Abwechslung ), sondern auch an einem sehr grundsätzlichen Post über die methodische Reflexion von Religion. Da ich dafür mindestens das folgende Wochenende brauche, schiebe ich hier ein längeres (und von mir leicht redigiertes) Zitat aus dem Buch des Russen Pelewin „Buddhas kleiner Finger“ ein. Darin philosophieren einige russische Schwerkriminelle über das Christentum, über Gott und das Jenseits. Einer von ihnen hat nach einigen Morden einen „seelischen Hänger“ bekommen und sich eine christliche Broschüre „Leben im Jenseits“ gekauft. Kommt einem sehr bekannt vor, was darin steht, nur eben diesmal aus des Sicht eines Gangsters, der durch russische Gefängnisse und Lager gegangen ist.
Basisdiskurs Religion XVIII >>>mehr
Nehmen wir an:
Es gibt zwei Fische, den roten Fisch und den blauen Fisch, beide vor langer Zeit gefangen in einem fernen Meer und nebeneinander gehalten, jeder in seinem Aquarium. Ohne den roten Fisch stirbt der blaue sofort und ohne den blauen Fisch verendet der rote qualvoll.
Der rote Fisch ist ein Tier wie viele andere, wenn auch mit einigen bemerkenswerten Besonderheiten. Der blaue Fisch ist einzigartig auf der Welt, fähig zu Leistungen und Kunststücken weit jenseits derer aller anderen Arten.
Mein heutiger Post befasst sich mit einem Teilaspekt des zeitgenössischen Christentums, der zahlenmäßig nicht besonders wichtig ist, der aber ein Symptom darstellt für die Abkopplung eines großen und vitalen Teils dieses Glaubens von der Kultur der Welt. Dieser Teil ist die katholische Kirche und das Symptom ist der Umbau dieser Kirche in eine Großsekte. Charakteristisch dafür ist die fast abgeschlossene Gleichschaltung ihrer Führungsschicht, sprich der Bischöfe, durch die römische Zentrale und das gleichzeitige Heranwachsen einer neuen Generation von Priestern und Gläubigen, die gerade das Sektenhafte schätzen, wenn auch mit einem besonderen Touch.
Diese Tendenzen sind nicht neu. Jedoch hat vor 50 Jahren das zweite vatikanische Konzil gezeigt, dass damals noch genügend gegenläufiges Bewusstsein vorhanden war, um einen vorübergehenden Kurswandel zu erzwingen, der so heute nicht mehr möglich wäre. Die Merkmale dieses reaktionären Neo-Katholizmus lassen sich sehr gut am Beispiel eines Artikels zeigen, der der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ (6/2012) aufgenötigt wurde und der die Antwort des Regensburger Erzbischofs auf eine zuvor erschienene Polemik darstellt, in der die Zulassung der Frauenordination gefordert wurde, also der Zulassung der Frauen zum Priesteramt.
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