Mai 162013
 

In den letzten Tagen habe ich mich, in vielleicht unvorsichtiger Weise, in eine Kommentarschlacht zu einem atheistischen Post eingelassen. Ich hätte wissen müssen, dass es nichts bringt, in einer solchen Umgebung in einem  T-Shirt mit der Aufschrift „Atheistenversteher“ herumzulaufen, das bringt dir nur eine extra Tracht Prügel ein. Trotzdem hat es mich angeregt, meinen Standpunkt in dieser Sache noch einmal zu kondensieren und möglichst genau auf den Punkt zu bringen. Das Ergebnis ist, wie nicht anders zu erwarten, extrem heavy. Aber, es muss einmal gesagt werden und, wenn nicht hier, dann bitte wo sonst? Also, los:
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Mai 092013
 

Basisdiskurs Religion XXXVIII>>>mehr

Vielleicht fragen sich einige Leser, wo denn in dieser angeblichen „Wunder“-Serie jetzt eigentlich die Wunder bleiben. Also: Im nächsten oder spätestens im übernächsten Post kommen sie, versprochen!

Die Verzögerung kommt daher, dass ich eine Gelegenheit benutze: Hier und jetzt löse ich ganz kurz die alte Frage des Verhältnisses von Glaube und Naturwissenschaften, allerdings nur für das erste Stück des christlichen Glaubens, den Glauben an einen einzigen allmächtigen Gott. Das muss ich natürlich zügig durchziehen, bevor die Herren mit den weißen Turnschuhen kommen und mich wegen erwiesenen Größenwahns einer hoffentlich wohlwollenden Behandlung zuführen.
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Mai 022013
 

Basisdiskurs Religion XXXVII>>>mehr

Ich komme jetzt endlich dazu, die Kategorien anzuwenden, die ich in meinem schon etwas verflossenen Post „Die vier Dimensionen einer Religion“ ausgebreitet habe. Ich habe dort die vier Stichwörter dignum, justum, aequum und salutare analysiert, die aus den ältesten Texten der Meßliturgie stammen und dort als die Gründe angeführt werden, aus denen heraus man Gott preisen sollte. Hierbei habe ich das dignum gleichgesetzt mit dem tremendum und faszinosum einer Religion, also der emotionalen Ergriffenheit, sowie das justum mit der Befolgung der Regeln dieser Religon.

Im römischen Recht bedeutet nun justum gerecht gemäß dem Text des Gesetzes, während aequum eine Gerechtigkeit bezeichnet, die sich auf Sachverhalte außerhalb beruft, wenn der Text zu kurz greift (wenn er z.B. bei strikter Anwendung Folgen zeitigen würde, die dem Willen des Gesetzgebers ganz offensichtlich zuwider laufen würde). Aequum heißt „gleich“; im Hintergrund steht das Bild einer Waage. Im Zusammenhang der Liturgie hieße das dann in etwa: Es scheint auch unter Abwägung aller Tatbestände (einschließlich solcher außerhalb des Glaubens) gerecht, Gott zu preisen.

Salutare wiederum bedeutet ganz einfach heilsam, also der Seele und dem Geist des Menschen zuträglich.

Ich möchte nun die sicherlich merkwürdige wissenschaftliche Formulierung des Monotheismus aus meinem letzten Post mit diesen vier Dimensionen konfrontieren.
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