Basisdiskurs Religion XV >>>mehr

In der Diskussion zu meinem letzten Post (siehe hier) habe ich versprochen, mich noch einmal näher auf Gott, die Stochastik und ähnliche theoretische Fragen einzulassen. Ich habe aber das Gefühl, ich sollte erst einmal eine kleine Meditation dazwischen schieben darüber, was ich hier eigentlich mache.

Ein sehr kluger Leser meines Blogs hat mir den Tipp gegeben, meinen Hang zu anschaulichen Beispielen und Vergleichen etwas zu zügeln, da sie meist den Leser eher veriwirren als ihn aufzuklären. Trotzdem möchte ich jetzt erst einmal über den Frisbee reden.

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Basisdiskurs Religion XIV >>>mehr

Eigentlich wollte ich diesen Post mit einem schmissigen Zitat von Richard Dawkins eröffnen. Leider musste ich feststellen, dass ich erst im übernächsten Post soweit bin. Nun ja, bei einem Thema wie diesem kann man nicht immer alle drei Parameter bedienen, die ein Blog eigentlich aufweisen sollte: Gehalt, Verständlichkeit und Unterhaltsamkeit. Im Moment müssen alle drei ein bisschen bluten, vor allem aber die Unterhaltsamkeit; alles dauert ein bisschen länger als geplant.

In meinem letzten Post habe ich den Begriff des Experiversums eingeführt, mit dem ich das Gesamt der Erfahrungen eines Menschen bezeichne. Dies ist das Anwendungsgebiet für die Gottesaxiome. Ich habe das Experiversum beschrieben als einen im Tiefsten chaotischen und unübersichtlichen Ort, und zwar zunächst wegen der Lückenhaftigkeit unserer Sinneswahrnehmungen und der erratischen Art, wie unser Bewusstsein diese Eindrücke verarbeitet.

In diesem Post gehe ich einen Schritt weiter und zeige auf, dass die Unübersichtlichkeit unserer Lebenswelt sich zwingend aus den Erkenntnissen der Naturwissenschaft ergibt.

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Basisdiskurs Religion XIII >>>mehr

Ich bin gerade voller Hektik dabei, eine Reihe von Posts vorzubereiten, da ich in wenigen Stunden einen neuen Job antrete, der mich erst mal massiv in Beschlag nehmen wird. Deshalb habe ich aus Versehen zuerst den falschen Post veröffentlicht. Tut mir leid! Hier also erst mal der richtige:

Angenommen, ein Wissenschaftler würde einen Forschungsantrag stellen, der etwa so beginnen würde: “Ich will eine einheitliche naturwissenschaftliche Theorie erarbeiten, die eine riesige Menge von Meßdaten systematisiert.”

Und auf die Frage, woher diese Meßdaten stammen, würde er eine merkwürdige Antwort geben.

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Basisdiskurs Religion XII >>>mehr

In den vorangegangenen Posts habe ich aufgezeigt, dass Jesaias und Hiob die altjüdische Vorstellung von Gott zu einem Höhepunkt der Abstraktion vorangetrieben haben. Danach ist das eine hervorstechende Merkmal ihres Gottes die unbeschränkte Allmacht: Gutes und Böses, Licht und Finsternis, alles, was geschieht, entspringt dem Willen Gottes.

Dieses Modell möchte ich in zwei Schritten logisch, empirisch und naturwissenschaftlich präzisieren. Hier der erste davon, in dem es vor allem um das formale Gerüst geht. Ich fürchte, dass ich damit meinen Lesern einiges zumute, aber ich verspreche, dass es in den nächsten Posts deutlich leichter wird.

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Basisdiskurs Religion XI >>>mehr

Ich habe mich schon lange gewundert über die Selbstverständlichkeit, mit denen Gläubige und Atheisten das Wort “Gott” benutzen und offensichtlich kein Problem damit haben, dass es oftmals völlig Verschiedenes bezeichnet. Viele Christen finden z.B. nichts dabei, den Buddhisten einen “apersonalen Gott” anzudichten und gleichzeitig an dem altjüdischen Gottesbegriff festzuhalten, der nun einmal hundertprozentig und unmissverständlich personal ist.

Gerade angesichts der Auflösungstendenzen des Glaubens, der sogenannten “Gotteskrise”, müsste es doch die erste Strategie sein, zu den Quellen zurückzukehren, also den Texten des Alten Testaments, und sich von dort aus methodisch vorzuarbeiten. Stattdessen wird meist eine Strategie der Beliebigkeit gewählt, bei der “Gott” alles mögliche heißen kann. Verteidigt wird dies damit, dass Gott sowieso transzendent sei, in keine Schublade passe und somit jede Sorgfalt beim Gebrauch des Wortes “Gott” nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich sei. Nur scheinen sie trotzdem sicher zu sein, dass dieses “Gott” jeweils immer das Gleiche bezeichnet, egal ob personal oder apersonal. Woher stammt diese Sicherheit?

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Basisdiskurs Religion X >>>mehr

Die Vorstellung der unbeschränkten Allmacht eines Gottes in dem Sinne, dass er alles bewirkt, was geschieht, ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Sie hat sowohl Folgen für den üblichen Schöpfungsglauben als auch für unseren Blick auf die Welt, in der wir leben.

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Basisdiskurs Religion IX >>>mehr

Die hebräische Bibel (christlich: Das Alte Testament) ist umfasst zunächst einmal die gesamte literarische Produktion eines kleinen Volkes im Nahen Osten über viele Jahrhunderte. Überall finden wir Bezüge auf den Stammesgott dieses Volkes, unter vielerlei Namen, unter denen „Jahwe“ der bekannteste ist. Diese Bezüge sind einmal stärker und einmal schwächer. Einige Texte würden wir unter normalen Umständen nicht einmal als religiös bezeichnen, ebenso wenig wie die Dichtungen Homers, in denen ja auch ständig Götter vorkommen, ohne dass deshalb z.B. die Ililas ein theologisches Werk wäre.

Wenn ich in dieser Vielfalt nach dem qualitativen Sprung suche, der schließlich als Fundament dreier Weltreligionen diente (Judentum, Christentum, Islam), so lasse ich mich leiten von der Idee der Achsenzeit (ca. 600 v.Chr. plus oder minus ein paar Jahrhunderte), in der überall in der Welt neue und grundlegende religiöse Ideen entstanden. Genau um diese Zeit reiften die Ansätze in der Religiosität dieses Volkes zu der radikalen und klaren Idee, die wir Monotheismus nennen, den Glauben an einen einzigen Gott.

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Basisdiskurs Religion VIII >>>mehr

Der letzte der großen, erfolgreichen Entwürfe aus der Achsenzeit ist der des altjüdischen Monotheismus (der Taoismus weist zwar tiefe Denker auf, war aber im Ganzen wenig erfolgreich und de Hinduismus stellt keinen zusammenhängenden Entwurf dar, sondern das Gesamt der Religiosität auf dem indischen Subkontinent). Allerdings scheint der Monotheismus nicht wirklich zu den anderen Entwürfen der Achsenzeit zu passen. Hinter dieser kleinen Beobachtung verbirgt sich die grundsätzliche Anfrage an das Christentum überhaupt und die Antwort darauf wird die umfassende Entschlüsselung seines Wesens erfordern.

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Basisdiskurs Religion VII

Mit diesem Post nehme ich wieder den “Basisdiskurs Religion” auf. Er schließt an meinen letzten Post über Konfuzius an. Konfuzius hatte den Menschen letzten Endes als zoon polikiton aufgefasst, als ein Wesen, dessen Identität aus seinem Platz und seiner Rolle in der Gesellschaft resultiert. Gautama Buddhas Analyse und die Lösung, die er daraus ableitete, waren davon radikal verschieden. Seine Lehre ist bei weitem die einfachste und klarste von allen Religionen und wird mich noch öfters beschäftigen.

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Ich hatte vor, den „Basisdiskurs Religion“ ohne Unterbrechung durchzuziehen. Heute, am Karfreitag, habe ich trotzdem beschlossen, einen Post zum Thema Ostern zu bringen. Thema: „Das leere Grab“. Ich werde darin einige Überlegungen formulieren, die auf der Hand liegen und aus irgend einem Grund von der offiziellen Theologie links liegen gelassen werden. Ziel ist natürlich auch, aufzuzeigen, dass es hier noch viele Gedanken gibt, die nur darauf warten, in die Welt zu treten, wenn man erst einmal bereit ist, ausgetretene Pfade zu verlassen.  (Nach langer Unterbrechung habe ich ihn jetzt fertig gestellt. Falls jemand auf den zweiten Teil gewartet hat, tut es mir leid. Aber manchmal muss ich mich um meinen Kühlschrank kümmern, der sich leider immer noch nicht von selber füllt.)

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