Mir geht es heute nicht so besonders. Zu viel Tod.
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Der Inquisitionsprozess 1633 gegen Galileo Galilei war ein Unrecht und ein Fehler. Unrecht deshalb, weil es die Inquisition niemals hätte geben dürfen und schon gar nicht als Einmischung in den wissenschaftlichen Diskurs. Ein Fehler deswegen, weil sie die Jahrhunderte lange Rückschrittlichkeit des katholischen Teils der westlichen Christenheit gegenüber dem protestantischen begründete.

Aber: War es ein Verbot einer offensichtlichen wissenschaftlichen Wahrheit durch klerikale Dumpfbacken, die nicht über ihre Bibel hinaus denken konnten?

Nicht ganz.
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Wie bereits mehrfach erwähnt, habe ich den größten Teil des letzten Jahres damit verbracht, eine letzte umfangreiche Analyse des christlichen Glaubens fertigzustellen. Nun: Hier ist das Skript als PDF.

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Ein kurzer, aber wichtiger Post dazwischen, über etwas, das mir heute Morgen aufgefallen ist.
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Es passiert mir nicht oft, dass ich beim Lesen über einen bedeutenden Theologen und Mystiker stolpere, über den ich noch nie etwas gehört habe. Ich lasse jetzt mal die schwierige Frage beiseite, ob das an meiner eingeschränkten Lektüre liegt oder an was sonst.

Auf jeden Fall: Hier ist ein Vordenker der christlichen Mystik: Richard von St. Viktor (hier der deutsche Wikipedia-Eintrag, wer sprachlich einigermaßen fit ist, sollte von dort aus den englischen Beitrag aufrufen). Von wegen finsteres Mittelalter, hier ein Zitat zu dem Unterschied zwischen Denken, Betrachtung und meditativer “Anschauung”:

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Dieser Post ist ein kurzer Einschub in meine sicher mit atemloser Spannung verfolgte Serie “Symbolon”. Ich arbeite das Thema im Moment auf allen Schienen aus, die mir offen stehen (“offen stehende Schiene”? geht das? denke ja) und eine davon ist das Thema Arbeitslosigkeit. Anbei meine Kurzpräsentation für eine Veranstaltung, auf der ich das Symbolon in seiner Anwendung in der Arbeitslosigkeits-Seelsorge kurz vorstellen möchte. Das Zielpublikum ist religiös geprägt, deshalb auch die religiöse Sprache.
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Das ganze Thema des Symbolon ist bei mir noch work in progress und wird es wohl auch geraume Zeit lang bleiben. Ich werde jetzt z.B. wieder eine Formulierung ändern; statt von „Punkt“ werde ich jetzt von „Position“ sprechen, also von E-Position, S-Position und so weiter.

Das hat zu tun mit diesem Post, in dem ich eine Technik vorstellen werde, die das Symbolon begleitet und unterstützt. Wie schon der Titel sagt, ist es das Fingergebet. Eine für manche wohl problematische Formulierung, die aber das Beste ist, was ich, zumindest im Deutschen, zur Verfügung habe.
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Der letzte Post hat sich mit dem Ego-Punkt beschäftigt, dem ersten, obersten Punkt des Symbolons. Das könnte nach der üblichen frei erfundenen Ratgeberliteratur klingen, denn so ohne Weiteres ist dieser Ausgangspunkt nicht aus der christlichen Lehre abzulesen. Deshalb hier noch ein neuer Anlauf, der diesen Gedanken aus der Tradition und der Bibel entwickelt.
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Die Grundposition des Symbolons habe ich den Ego-Punkt genannt. Das hat vielleicht ein ganz kleines bisschen mit Egoismus zu tun, so gut wie gar nichts mit der Freud’schen Konstruktion eines Ego zwischen dem Über-Ich und dem Id oder Es, sondern ist einfach die lateinische Bezeichnung für Ich.

Ich selbst: Wo stehe ich im Leben, was ist mein Platz in der Welt und was geschieht mit meinen wenigen kurzen Jahren zwischen Geburt und Tod? Das ist, selbstverständlich und notwendigerweise, die Ausgangsposition sein für alles, was Religion, meinetwegen auch Lebensphilosophie oder irgend etwas in dieser Richtung heißt.
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Heute ist nun der große Tag, an dem ich der Welt das Symbolon enthülle. Aus irgend einem mir unbegreiflichen Grunde ist dazu keine Blaskapelle vor meiner Haustür aufmarschiert und auch der Bundespräsident hat sich nicht blicken lassen. Na ja, selber schuld.

OK, los geht’s. Es wird ein kurzer Überblick über das Ganze werden, die einzelnen Punkte werde ich dann in den nächsten Posts ausführlich besprechen.
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